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Umweltpreis 2017

Für unser Projekt "Natur bi t, Anmeldung: Trudi und Ueli Bähler
  gertrud.baehler@icloud.comüs" zum 50-jährigen Vereinsjubiläum haben wir am 11. Dezember den Umweltpreis der Gemeinde Schwarzenburg erhalten. Das Pojekt beinhaltet die Idee, das Konzept und die Lieferung aller Unterlagen wie Texte, Bilder und Gegenstände an das Regionalmuseum Schwarzwasser.
Elf Vereine und Instutionen sowie zahlreiche Fachleute und frei- willige Helfer haben zum guten Gelingen beigetragen.
Erfreulicherweise hat das RegionVogelschutzalmuseum Schwarzwasser unser Projekt an einer Sonderausstellung im Jahre 2016 während fünf Monaten professionell präsentiert.

Ein Wespennetz zieht um

Wespen sind Nützlinge. Sie ernähren sich hauptsächlich von Pflanzen und Insekten (auch Schädlinge und tote Tiere).
Sie dienen Vögeln und andern Insekten als Nahrung,  wodurch sie zur Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichge-wichts beitragen. Sie bauen ihre Nester manchmal an Orten, wo sie stören und zum Teil für Kinder und Allergiker gefährlich sein können.
Ein Wespennest kann ohne Feuerwehr und Gift entfernt werden. Sofern es an einer Holzkonstruktion hängt, kann es 
mit einem Metallsägeblatt vom Holz gelöst und mit Heissleim an einem passenden Ort wieder befestigt werden.
Es sollte nicht nicht zu weit weg sein, damit es die Wespen wieder finden. Schutzkleidung nötig!
Die Wespen mit einem Staubsauger am Nestzugang von unzugänglichen Stellen wie Rolladenkästen in eine spezielle Fangbox von einer Fachperson einzusaugen und umzusiedeln.
Infos: www.hummelschutz.ch und kostenlose Beratung: Renate Grimm, Rohrweg 21, 3008 Bern, 076 372 11 89
renate .grimm@gmx.ch


Die Sense, das Auenschutzgebiet von nationaler Bedeutung

Gemäss einer Untersuchung von vergleichbaren  15 Alpenflüssen in der Schweiz sowie in Deutschland und Oesterreich gilt die Sense als wertvollster Alpenfluss Europas. Auch die Studie des WWF Schweiz, über den Zustand und die Schutzwürdigkeit der Schweizer Gewässer, kommt zum Schluss, dass die Sense als bestbewertetes Naturjuwel besonderen Schutz verdient.


Naturvielfalt Bannholz

Auch Martin Müller hat den Umweltpreis 2017 der Gemeinde Schwarzenburg für sein Projekt "Naturvielfalt Bannholz" erhalten.
Herzliche Gratulation.

Am 11. Juni 2017 wurde das Gebiet Bannholz als "Naturvielfalt Bannholz" offiziell eröffnet. Seit fünf Jahren haben Freiwillige des Naturparks Gantrisch und unseres Vereins unter der Leitung von Martin Müller, Naturgartenbau, in tausenden von Stunden einen Lernort für Biodiversität geschaffen.Das Bannholz befindet sich am Südhang östlich der Kirche Wahlern. Dem Feldweg entlang wachsen 335 Wildstauden  einheimischer standortgerechter Arten. Dahinter folgt ein Saum mit 80 Wildsträuchern und 20 Wildrosen. Ein kleiner Teich, Totholzhaufen, Steinhaufen, Laub- und Strauchschnittwalme iund eine Wurzel-stockhecke werten das Biotop zusätzlich auf. Die "Naturvielfalt Bannholz" bietet wertvollen Lebensraum für Vögel, Insekten, Kleinsäugern und Reptilien.
Der Waldsaum ist öffentlich zugänglich. 120 Tafeln und eine Vitrine geben Auskunft über Strukturen und Pflanzen.


Kopfweiden

Kopfweiden (Korbweiden) beleben die Landschaft und
sind ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität

Im April 2011 haben wir in Schwarzenburg 70 Kopfweiden in verschiedenen Sorten gepflanzt. Kopfweiden, auch Korbweiden genannt, sind Weiden, deren Zweige regelmässig auf den Stamm zurückgeschnitten werden. So bilden sich in den Jahren knorrige Köpfe mit Hohlräumen, welche Wohnraum für Meise, Wendehals, Siebenschläfer, Fledermaus und Hornisse bieten. Bienen finden im Frühling an den Weidenkätzchen erste Nahrung und die Pflanze dient rund 1000 Insektenarten als Futterpflanze.Die Weidenruten werden hauptsächlich zum Flechten von Korb- waren verwendet. Kopfweiden waren früher mit ihren eigen-willigen Köpfen ein prägendes Landschaftselement. Leider sind die charakteristischen Baumgestalten zum grossen Teil ver-schwunden. Wir wollen mit dieser Pflanzaktion und der späteren Pflege die Wiederansiedlung erreichen und damit ein altes Kulturgut wieder belet. Bewusst haben wir sie an verschiedenen Abschnitten des Dorfbachufers, vom Steinbächli bis zur Stolzen-mühle, gepflanzt. Sie haben dort immer genügend Feuchtigkeit und die starken Wurzeln dienen der Uferbefestigung.Wir hoffen mit unserer Aktion auch die (Hobby)-Korbflechterei fördern zu können. Die Mitinitiantin des Kopfweidenprojekts, Gertrud Bähler, wird Interessenten gerne weiterhelfen. Bei einem Spaziergang entlang des Dorfbaches, in den Abschnitten Schützenhaus bis Steinbächli und in der Ringgenmatt finden Sie die Pflanzungen.

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Für ein einwandfreies Pflanzen müssen die ca. 2,5 m hohen Stecklinge vorgängig fachmännisch präpariert werden.
Ein 60-80 cm tiefes Loch im Durchmesser von ca. 25 cm muss gegraben und die Stecklinge müssen mit Sand eingepflanzt werden. Beim recht mühsamen Graben des engen und tiefen Lochs dient zum Teil ein Spezialwerkzeug, eine sogenannte Doppelschaufel.

Unser Vereinsmitglied, Martin Müller, bekannt für das Anlegen und die Pflege von Naturgärten, hat die Stecklinge beschafft und präpariert. Unter seiner Leitung haben 25 Personen unterstützt von 2 Förstern gegraben, Sand und Wasser geschleppt, die Weiden eingepflanzt und gegen Wildbiss geschützt.




Etagenasthaufen

Im Schlatt in Rüschegg, im  Sahli und im Naturschutzgebiet Gänsemoos bei Lanzenhäusern sowie im Bannholz bei der Kirche Wahlern stehen imposante, bis zu 4m hohe Asttürme. Helfer vom Zivieldienst, vom Kant. Amt für Naturförderung und vom Verein Natur- und Heimatschutz Schwarzenburgerland haben unter der Leitung von Martin Müller diese Asthaufen erstellt. Sie weisen einen stabilen Unterbau für einen sicheren Unterschlupf von Igel und Hermelin auf. Es werden sich zahlreiche Käfer und andere Insekten darin tummeln. Auch für die oberen Etagen wurden massive Aeste verwendet, die so angeordnet sind, dass das Innenleben vor Nässe und und Wind geschützt ist. Die Hohlräume sind mit trockenem Buchenlaub gefüllt und bieten ideale Nistgelegenheiten für Singvögel wie Amsel, Mönchsgrasmücke, Rotkehlchen und Zaunkönig. Um die Nester vor Marder und Greifvögel zu schützen,
sind dornige Zweige auf dem Dach sehr wichtig.

Unterschied zwischen Bio-Honig und normalem Honig
Bio-Imker lassen den Bienen genügend Honig zum Ueberwintern im Bienenstock.
Zuckerfütterung ist nur in Notfällen erlaubt. Die Behandlung von kranken Bienenvölkern mit Antibiotika oder andern chemisch-synthetischen Mitteln ist verboten. Die verbreitete, für Bienen tödliche Varroamilbe muss mit Ameisensäure und ätherischen Oelen in Schach gehalten werden. Ferner müssen die Bienen- stände von Bio-Imkern an naturbelassenen Orten, abseits von direkter industrieller Verschmutzung und intensiver Landwirtschaft stehen. (Quelle Delinat)

Potente Insektizide töten Bienen
Insektiziede der Kategorie Neonicotino töten Bienen bereits bei minimen Mengen. Kommt eine Biene mit ihnen in Kontakt ist sie meistens verloren.
In der EU und in der Schweiz wurde den drei gefährlichsten Mittel die Zulassung provisorisch entzogen. Der Imkerverband api-suisse begrüsst die Aufrechterhaltung des Moratoriums. Die EU wird die Zulassung im Jahre 2018 neu Beurteilen.
(Quelle pronatura)

 Buchsbaumzünsler (Diaphania perspectali s)
Der sehr gefährlichen Schädling stammt aus dem asiatischen Raum (China, Japan, Korea). Es handelt sich um Raupen eines Kleinschmetterlings, die Buchsbäume in kurzer Zeit zum Absterben bringen können. Die befallenen Sträucher können mit dem für Bienen unschädlichen Spritzittel "Delfin" behandelt werden. Dabei ist eine dauernde Beobachtung notwendig. Sobald Raupen entdeckt werden, muss der Strauch sofort auf allen Seiten und innen behandelt werden. 2 bis 3x von Frühling bis Herbst. Nähere Informationen und Tipps zur Bekämpfung unter www.stadtgaertnerei.bs.ch http://www.lepiforum.de/cgi-bin/lepiwiki.pl?Cydalima_Perspectalis

Raupe

Puppe

Bilder von Rudolf Bryner

Asiatischer Laubholzbockkäfer
Der Asiatische Laubholzbockkäfer ist ein besonders gefährlicher und damit meldepflichtiger
Schadorganismus. Er befällt verschiedenste Laubholzarten und kann die befallenen Laubholzbäume innert weniger Jahre zum Absterben bringen. Die wirtschaftlichen und ökologischen Schäden für betroffene Gebiete sind entsprechend hoch. Systematische Grenzkontrollen von Warenimporten mit Verpackungsholz, strukturierte Kontrollen in den betroffenen Gebieten und ein aufmerksames Beobachten gefährdeter Standorte sind deshalb besonders wichtig.
 www.bafu.admin.ch/alb 

Bild Beat Forster

pronatura
Die Naturschutz-Organisation pronatura unterhält in der Schweiz 650 Naturschutzgebiete. Wir sind Mitglied von pro natura.

Berner Kulturland-Initiative
Wer mit offenen Augen im Kanton Bern unterwegs ist, kann es nicht übersehen: Mehr und mehr Flächen werden überbaut, um als Wohn- oder Arbeitsraum, für den Verkehr und weitere Infrastrukturen genutzt werden. Der Druck auf die beschränkt verfügbare Ressource Boden ist in den letzten Jahren massiv gestiegen. Im Kanton Bern wird pro Tag mehr als ein Fussballfeld verbaut. In zwölf Jahren hat der Kanton Bern 3800 Hektaren mehrheitlich guten, landwirtschaftlich genutzten Boden verloren. Dies entspricht der Produktionsgrundlage von
190 Bauernhöfen à 20 Hektaren.
Die Initiative zum Schutz des Kulturlandes bezweckt die Ausdehnung der Siedlungsflächen wirksam zu verlangsamen. Damit wird sichergestellt, dass genügend Boden für die Nahrungsmittelproduktion und für die Massnahmen zum Erhalt einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt zur Verfügung steht.