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Wir bekämpfen invasive schädliche Neophyten

Ausreissaktion des drüsisgen Springkrauts
beidseits der Sense bei der Sodbachbrücke

Japanischer Staudenknöterich mit seiner verheerenden Auswirkung

Ueberwucherung mit drüsigem Springkraut am Schwarzwasser    

Ueberwucherung mit Goldrute und Sommerflieder an der Sense

Neophyten sind rasch wuchernde, meist mehrjährige Pflanzen ausländischen Ursprungs.
Sie treten in dichten Beständen auf und verhindern durch Lichtentzug die Keimung einheimischer Pflanzenarten.          

Die bei uns eingeschleppten Problempflanzen stehen in ihrer ursprünglichen Heimat im Gleichgewicht mit konkurrenzierenden Arten. In unseren Gegenden vertreiben sie mit ihrem starken Wachstum jedoch unsere einheimischen Pflanzen und richten je nach Sorte Schäden an unserer Vegetation, an Mensch und Tier sowie in der Landwirtschaft an. Pflanzenresten dürfen weder kompostiert noch deponiert werden, sondern müssen im Kehricht entsorgt werden.
 
350 Pflanzenarten gelten als Neophyten. Davon sind 23 Sorten besonders invasiv und werden  auf einer „Schwarzen Liste“ der SKEW geführt. 11 Neophytenarten sind gemäss Eidg. Freisetzungsverordnung von Oktober 2008 bezüglich Handel, Pflanzung und Vermehrung in der Schweiz verboten.

Unser Verein bekämpft folgende sechs invasiven Neophyten, die in unserer Gegend besonders problematisch sind: 


Goldrute
Herkunft USA und Kanada

Wuchert sehr stark in dichten Beständen. Sie produziert bis zu 20'000 Samen pro Pflanze. Sie verdrängt einheimische Pflanzenarten.Die Goldruten sind auch in Kananda eine Plage.

Gemäss Freisetzungsverordnung verboten und dürfen seit 2008 nicht mehr verkauft werden.
Bekämpfung: mit den Wurzeln ausgraben.


Drüsiges Springkraut
Herkunft Himalaja

Wuchert in üppigen Reihenbeständen und verdrängt damit einheimische Pflanzenarten. Sie produziert bis zu 2'500 Samen pro Pflanze. Diese Neophyte wütet am Ufer von Fliessgewässern und Seen sowie an Flussauen und Riedwiesen. Im Wald verzögert es die natürliche Verjüngung der Gehölze.

Gemäss Freisetzungsverordnung verboten und dürfen ab 2008 nicht mehr verkauft werden.
Bekämpfung: mit den Wurzeln ausreissen.

Sommerflieder
Herkunft Tibet und Zentralchina

Lockt Schmetterlinge an. Deren Raupen finden aber an ihrem Strauch keine Nahrung. Er verdrängt gewisse Futterpflanzen der Raupen und ist deshalb für Schmetterlinge schädlich. Ein ausgewachsener Strauch produziert rund 3 Millionen Samen.

Bekämpfung: mit den Wurzeln ausgraben.

Japanischer Staudenknöterich
Herkunft Ostasien

Verdrängt mit seinem schnellen Wachstum und dem dichten Blätterdach sowie durch in den Boden abgegebene Substanzen die natürliche Vegetation. Seine unterirdischen kräftigen Ausläufer verursachen Schäden an Gebäuden, Strassen, Schutzmauern und Uferverbauungen. An Fliessgewässern fördert er die Erosion von Böschungen.

Gemäss Freisetzungsverordnung verboten
Bekämpfung: mit den Wurzeln ausgraben
oder mit Chemie impfen (an Fliessgewässer,
Wäldern und Naturschutzgebieten verboten).


Riesen-Bärenklau
Herkunft Kaukasus






Gemäss Freisetzungsverordnung verboten.

Wuchert in dichten Beständen und verdrängt                           
die einheimische Vegetation. Er produziert
pro Pflanze mehrere 10'000 Samen.
Beim Berühren in Verbindung mit Sonnenlicht
entstehen schmerzhafte Verbrennungen.
Schutzkleidung notwendig.

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Gemäss Freisetzungsverordnung verboten und dürfen seit 2008 nicht mehr verkauft werden.
Mit den Wurzeln ausgraben.

Ambrosia
Herkunft USA

Bevorzugt offene Bodenflächen. Jede Pflanze weist bis zu 1 Milliarde Pollen auf. Deren Pollenkörner können schwere Allergien auslösen. Es kann zu Atemnot oder Asthma-Anfällen kommen.

Gemäss Freisetzungsverordnung verboten.
Diese Neophyte ist meldepflichtig.

Bekämpfung: mit Wurzeln ausgraben.
Handschuhe und Mund-Augenschutz nötig.



 

Ausgraben des Japanischen Staudenknöterichs am Laubbach in Guggisberg    

Infostand über Neophyten am Märit und im Coop-Ladenzentrum in Schwarzenburg